Eine Black Box beschreibt im Theater typischerweise einen einfachen Aufführungsraum, meist quadratisch mit schwarzen Wänden. Es ist die Einfachheit des Raumes, die eine Vielzahl von Möglichkeiten in der Konfiguration der Bühnen- und Publikumsinteraktion schafft – ein offener Rahmen für künstlerische Experimente.
Für die zweite Ausgabe der von Ballettdirektor Rémy Fichet entwickelten Reihe »Black Box« wird der schwarze Bühnenraum erneut zum Fokusraum verschiedener choreographischer Sprachen. Im Schauspielhaus Leipzig entsteht ein besonderer Ort für neue Bewegungssprachen: Etablierte Choreograph:innen aus den Reihen des Ensembles entwickeln Arbeiten, die sich diesmal Rainer Maria Rilkes »Duineser Elegien« zuwenden.
Die Elegien kreisen um existenzielle Fragen: die Sehnsucht nach dem Transzendenten, die Konfrontation mit Vergänglichkeit, die Notwendigkeit der Verwandlung. »Elegien« ist eine choreographische Erkundung von Rilkes verdichteter Sprache. Ganz in Schwarz, ganz nah am Publikum, zwischen klassischer Technik und zeitgenössischem Ausdruck






