Allgemeine Geschäftsbedingungen

Geltungsbereich

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Rechtsbeziehungen zwischen der Oper ­Leipzig und ihren Besuchern. Sie sind Bestandteil des zwischen ­ihnen bestehenden Vertragsverhältnisses. Für alle Veranstal­tungen der Oper Leipzig in ihren der­zeitigen und zukünftigen Spielstätten (Opernhaus, Musikalische ­Komödie, ­Westbad, Konzertfoyer, Venussaal, Probebühnen etc.) gelten ausschließlich diese allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie gelten nicht für Veranstaltungen Dritter in den Räumen der Oper Leipzig und nicht bezüglich der von der Oper ­Leipzig im Auftrag für andere Veranstalter verkauften Eintritts­karten. Das Vertragsverhältnis entsteht in diesen Fällen unmittel­bar zwischen dem Kunden und dem Drittveranstalter. Für Abonnenten und Reiseveranstalter gelten ergänzend ­gesonderte Bestimmungen.

Eintrittspreise

Es gelten die vom Stadtrat der Stadt ­Leipzig beschlossenen und in den Publikationen der Oper Leipzig veröffentlichten Eintrittspreise. Diese Eintrittspreise gelten bei Kauf der Eintrittskarten an den ­Kassen im Opernhaus, der Musikalischen Komödie und im Westbad sowie im Webshop der Oper ­Leipzig. An externen Vorverkaufsstellen sowie bei Internetkauf bei externen Anbietern können durch Erhebung einer Vorverkaufs­gebühr höhere Eintrittspreise entstehen. Ermäßigungsberechtigungen sind beim Einlass zur ­Veranstaltung unaufgefordert vorzuzeigen.

Kartenbestellung und Kartenverkauf

Ab Veröffentlichung des Programmes einer Spielzeit der Oper Leipzig ­können Kunden Abonnements der Oper Leipzig oder die Oper ­Leipzig Card buchen und in der Folge zugehörige ­Eintrittskarten kaufen oder reservieren. Es gelten die Abonnement­bedingun­gen.

Ab Beginn des freien Kartenverkaufes für die Veranstaltungen einer Spielzeit können Eintrittskarten unabhängig von den Abonnements der Oper Leipzig und der Oper ­Leipzig Card bezogen werden. Durch Abgabe einer ­Bestellung (schriftlich, per E-Mail, per Telefon) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Kauf der bezeichneten Eintrittskarten ab. Mit der Bestellung erkennt der Kunde die Allge­meinen Geschäftsbedingungen an. Mit der Bestätigung der Kartenbestellung wird dem Kunden ein Zahlungstermin mitgeteilt. Der Zahlungszeitraum beträgt in der Regel vier Wochen.

Ist der Zeitraum zwischen der Bestellbestätigung und der Veranstaltung geringer als vier Wochen, muss die Zahlung zehn Tage vor der Vorstellung eingegangen sein. Er­folgt bis zum genannten Zahlungstermin keine Zahlung, verfällt die Bestellbestätigung. Zahlungen können in bar, mit Kreditkarte (Master-Card, American Express, Visa-Card), per Überweisung oder per Lastschrift vorgenommen ­werden.

Die Ausgabe der Karten erfolgt nach Eingang der Zahlung. Auf Wunsch und auf eigenes Risiko werden Karten per Post gegen eine Versandgebühr zugesandt. Beträgt der ­Zeitraum zwischen der Kartenbestellung und der Veranstaltung ­weniger als zehn Tage, erfolgt der Kartenverkauf nur ­gegen ­sofortige Bezahlung mit Kreditkarte oder in bar. Der Wunsch nach Rollstuhlplätzen ist bei Eintrittskartenkauf und Bestellung gesondert anzugeben.

Ein Weiterverkauf zu ­einem höheren als den auf der Karte abgedruckten Preis ist ebenso untersagt, wie der gewerb­liche Weiterverkauf ohne vor­herige Zustimmung der Oper Leipzig. Das Anbieten oder Verkaufen von Eintrittskarten der Oper Leipzig durch ­Besucher oder Dritte in den Räumen oder unmittelbar vor den Spielstätten der Oper Leipzig ist strikt untersagt.
Die Oper Leipzig hält sich bei Zuwiderhandlung rechtliche Schritte vor.

Datenschutz

Kunden, die eine Kartenbestellung oder eine Kartenreservierung abgeben, erklären sich damit einverstanden, dass die Oper Leipzig die dabei bekanntgegebenen personenbezogenen Daten des Kunden unter Einhaltung des Datenschutzrechtes in dem für die Anbahnung und Durchführung des Vertrages erforderlichen Umfang erhebt, ver­arbeitet, speichert und nutzt. Die Oper Leipzig ist berechtigt, die Daten an natürliche oder juristische Personen weiterzugeben, sofern diese im Auftrag der Oper Leipzig den Kartenverkaufsvertrag durchführen.
https://www.oper-leipzig.de/de/datenschutz

Umtausch und Ersatzansprüche

Die erworbenen Eintrittskarten und Artikel sind von Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen. Bei Vorstellungsausfall wird dem Kunden eine Ersatzvorstellung angeboten. Kann der Kunde keinen der angebotenen Termine wahrnehmen, wird ihm der Kaufpreis (ohne VVK-Gebühr) erstattet. Bei Abbruch einer Vorstellung vor der Pause wird dem Kunden der volle Eintrittspreis erstattet. Ein Ersatz von darüberhinausgehenden Kosten des Kunden (Nebenkosten, Hotel, Reise etc.) wird ausgeschlossen. Ebenso werden immaterielle Schadensersatzansprüche ausgeschlossen.

Ersatzansprüche sind durch Vorlage oder Einsendung der originalen Eintrittskarten geltend zu machen. Programm- und /oder Besetzungsänderungen (u. a. Änderung eines Dirigenten oder Solisten) begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Minderung des Kartenpreises oder Umtausch der Karte. Für versäumte Vorstellungen besteht kein Anspruch auf Ersatz oder Umtausch der Eintrittskarten. Bei Verlust einer Eintrittskarte besteht grundsätzlich kein ­Ersatz- oder Erstattungsanspruch. Hat der Kunde einen Nachweis, welche Karte er gekauft hat oder kann er die gekauften Plätze genau bezeichnen, steht es im Ermessen der Oper Leipzig, einen Einlassschein zu erstellen. Es gilt ­jedoch die Originalkarte vor dem Einlassschein.

ZUGANG ZU DEN VORSTELLUNGEN

Der Zugang zu den Vorstellungen erfolgt nur mit gültiger Original-Eintrittskarte (dies gilt auch für Kinder). Der Besucher ist an den auf seiner ­Eintrittskarte bezeichneten Platz gebunden. Ein Wechsel auf freie Plätze ist nicht ­zulässig. Bei verspätetem Eintreffen nach Beginn einer Vorstellung besteht kein Anspruch auf ­unmittelbaren Zutritt in den Zuschauersaal und auf den auf der Eintrittskarte bezeichneten Platz. Es steht im Ermessen der Leiterin Abenddienst, dem zu spät gekommenen Besucher in einem unter Rücksichtnahme auf den Vorstellungsverlauf und die darstellenden Künstler geeigneten Zeitpunkt einen Platz im Zuschauerraum oder in der Laubengalerie zuzuweisen. Unter Umständen kann der Einlass erst zur Pause erfolgen oder bei kleinen Spielstätten gar nicht mehr gestattet werden.

BILD- UND TONAUFZEICHNUNGEN

Fotografieren, Tonaufzeichnungen oder Bild- / Tonaufzeichnungen während der Vorstellung sind aus urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt. Dies gilt auch, wenn die Aufzeichnungen für den privaten Gebrauch gedacht sind. ­Außerhalb von Veranstaltungen dürfen Bildaufnahmen in den Räumlichkeiten der Oper Leipzig nur für private und nichtkommerzielle Zwecke gefertigt ­werden.

Bei Zuwiderhandlungen werden die Aufzeichnungsgeräte eingezogen und verwahrt, bis der Eigentümer der Löschung der unberechtigten Aufnahmen zugestimmt hat. Für eingezogene und verwahrte Aufzeichnungsgeräte haftet die Oper Leipzig nur für vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführte Schäden. Unberührt davon bleibt das Recht der in ihren Urheberrechten beeinträchtigten Künstler auf Geltendmachung von Schadensersatz und das Recht der Oper ­Leipzig auf Erteilung eines Hausverweises.

Die Oper Leipzig ist ­berechtigt, Veranstaltungen auch ohne vorherigen Hinweis auf Bild-, Ton- und Bildtonträger aufzuzeichnen und zu veröffentlichen. Weiter ist die Oper Leipzig dazu berechtigt, bei Veranstaltungen im Zuschauerraum und in den Foyers Foto­aufnahmen durchzuführen. Der Besucher erklärt sich mit einer möglichen Ablichtung und Aufzeichnung seiner ­Person einverstanden. Bei einer Aufzeichnung durch die Oper ­Leipzig oder durch von ihr beauftragte Dritte ist mit im Saal befindlichem technischem Equipment zu rechnen.

Garderobe

Mäntel, dicke Jacken, Schirme, Rucksäcke, ­Stöcke (ausgenommen Gehhilfen), große Tragetaschen und andere sperrige Gegenstände sowie Nahrungsmittel und ­Getränke dürfen nicht in den Zuschauerraum mitgenommen werden. Garderobe bzw. die genannten Gegenstände können dem Garderobenpersonal für die Dauer der Vorstellung ­gegen Aushändigung einer Garderobenmarke zur Aufbewahrung übergeben werden. Das Vorderhaus­personal ist ­berechtigt, trotz Eintrittskarte den Zutritt zum Saal zu verweigern, ­sollten oben genannte Gegenstände nicht abge­geben werden.

Die Rückgabe an den Besucher erfolgt gegen Vorlage der Garderobenmarke ohne weitere Prüfung der Berechtigung. Bei Verlust einer Garderobenmarke ist der ­Besucher verpflichtet, eine Gebühr von 3,50 € für die Wieder­beschaffung bar zu entrichten. Die Ausgabe der Garderobe erfolgt in diesem Fall erst dann, wenn sämtliche anderen Garderoben abgeholt worden sind. Die Oper ­Leipzig ist ­berechtigt, vor der Aushändigung personenbezogene Daten
zu erfassen und sich den Empfang quittieren zu lassen.

Vertauschte oder beschädigte Garderobe ist dem Garderoben­personal sofort mitzuteilen. Die Oper Leipzig haftet für die Dauer der Vorstellung für Schäden oder Verlust der Garderobe, die aufgrund einer vorsätzlichen oder grob fahrläs­sigen Verletzung der Aufsichtspflicht durch das Garderobenpersonal eingetreten ist. Die Haftung ist auf den nachgewiesenen Zeitwert der Garderobe, maximal auf einen Wert von 250 €, beschränkt. Von der Haftung ausgeschlossen sind Bargeld und andere in den Kleidungsstücken oder in Rucksäcken, Taschen etc. befindliche Gegenstände. Die ­Abgabe und Aufbewahrung solcher Gegenstände geschieht auf eigene Gefahr des Besuchers.

FUNDSACHEN

Gegenstände jeder Art, welche in den Räumlichkeiten/Spielstätten der Oper Leipzig gefunden werden, sind beim Hauspersonal abzugeben. Für die weitere Aufbewahrung wird keine Haftung seitens der Oper Leipzig übernommen. Der Verlust von Gegenständen ist unverzüglich dem Hauspersonal zu melden. Fundsachen werden eine ­Woche lang bei der Oper Leipzig aufbewahrt und danach dem Fundbüro der Stadt Leipzig übergeben.

TIERE, MOBILE DEVICES, RAUCHVERBOT

Tiere dürfen nicht mit in den Zuschauerraum genom­men werden, ausgenommen sind Blindenführhunde.

Die Benutzung von Mobiltelefonen (ausgenommen bei Nutzung der Sennheiser-App) und anderen elektronischen Kommunikations- und Informations­mitteln während der Vor­stellung ist untersagt. Sie sind, wie auch akustische Signalgeber und Armbanduhren mit Stunden­signalen auszuschalten. Die Oper Leipzig ist im Inter­esse anderer Besucher und des störungsfreien Veranstaltungsablaufes berechtigt, bei Zuwiderhandlungen die Her­aus­gabe solcher Geräte zu verlangen oder die entsprechenden Besucher der Vorstellung zu verweisen. Eine Erstattung des Ticketpreises findet in diesen Fällen nicht statt.

Das Rau­chen ist in allen Räumlichkeiten und Spielstätten der Oper Leipzig untersagt. Dies gilt auch für sog. ­E-Zigaretten und andere raucherzeugende Gegenstände, die zur Auslösung der Brandmeldeanlage führen können. Weiter ausgeschlossen ist die Anwendung offener Flammen und pyrotechnischer Artikel.

Hausrecht

Die Oper Leipzig übt in allen ihren Spielstätten das Hausrecht aus, bei Veranstaltungen erfolgt dies durch das Einlasspersonal und den Direktionsdienst. Sie ist berechtigt, Hausverweise bzw. -verbote auszusprechen oder andere geeignete Maßnahmen im Rahmen ihres Hausrechtes zu ergreifen. Insbesondere können Besucher aus Vorstellungen verwiesen werden, wenn sie diese stören, andere Besucher belästigen oder in sonstiger und/oder ­erheblicher Weise oder wiederholt gegen die AGB verstoßen haben.

Außer­dem kann bereits der Zutritt verweigert werden, wenn die begründete Vermutung besteht, dass der Besucher die Vorstellung stören oder andere Besucher belästigen wird.

Ein Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises oder auf Aufwendungs­ersatz entsteht hierdurch nicht. Bei Brand oder sonstigen Gefahrensituationen haben die Besucher das Haus sofort und ohne Umwege zu verlassen. Eine Garderobenausgabe findet in diesen Fällen nicht statt. Den Anweisungen des Hauspersonals ist unbedingt Folge zu leisten.

HAFTUNG

Das Betreten / der Aufenthalt in den Räumlichkeiten und Spielstätten der Oper Leipzig erfolgt auf ­eigene Gefahr. Für schuldhaft verursachte Schäden haftet die Oper ­Leipzig nach den gesetzlichen Vorschriften. Für ­Personen- und Sachschäden, die ein Besucher in den Räumen und Spielstätten der Oper Leipzig erleidet, haftet die Oper ­Leipzig sowie deren Vertreter und Erfüllungsgehilfen nur im Falle des Vorsatzes und der groben Fahrlässigkeit. Diese Haftungsbeschränkung gilt nicht für Ansprüche aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Eine weitere ­Haftung ist ausgeschlossen.

SONSTIGES

Die Oper Leipzig ist weder bereit noch verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherstreitbeilegungsstelle teilzunehmen. Auf Verträge und Rechtsbeziehungen, die diesen agb unterliegen, findet deutsches Recht Anwendung.

Inkrafttreten

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind zum 14. März 2019 in Kraft getreten und ersetzen frühere Fassungen.