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Lobgesang

PREMIERE - Mario Schröder

Vorstellung 06.02.2016  |  Ballett von Mario Schröder | Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy (Lobgesang op. 52) und Francis Poulenc (Figure humaine, Kantate für Doppelchor a cappella FP120)

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Das Reformationsjubiläum wirft seine Schatten voraus. Spätestens mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg hat ein fundamentaler Paradigmenwechsel hin zur modernen Wissensgesellschaft eingesetzt, die den Boden bereitete für die reformatorische Bewegung. Anlässlich der Vierhundertjahrfeier des Buchdrucks erhielt Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy vom Rat der Stadt Leipzig den Auftrag einer Komposition, die am 25. Juni 1840 in der Thomaskirche uraufgeführt wurde.
Der »Lobgesang« – ein Wechsel aus symphonischen und kantatenhaften Teilen nach Worten der Heiligen Schrift – ist zum einen eine Hommage des Begründers der modernen Bach-Rezeption an den traditionsreichen Aufführungsort, zum anderen eine Auseinandersetzung mit dem Titanen Beethoven, der mit seiner Neunten Symphonie Form und Dimension der Gattung Symphonie an ihre Grenzen führte. Mendelssohns Symphonie-Kantate ist eine Feier des Lichts gegenüber der Dunkelheit: »So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts«, so der zentrale Gedanke, bevor alles in den berühmten Schlusschor »Alles, was Odem hat, lobe den Herrn« einstimmt. Mario Schröder kombiniert Mendelssohn Bartholdys Hymne an die Aufklärung mit einem Werk, das den Tiefpunkt des aufgeklärten Zeitalters im 20. Jahrhundert markiert. Die Texte des Dichters Paul Éluard, die der Doppelkantate »Figure humaine / Menschliches Antlitz« zugrunde liegen, erzählen vom französischen Widerstand am Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Sieg über die Tyrannei. Unerschütterliche Glaubensüberzeugung trifft auf die Hoffnung auf eine menschlichere Welt, große symphonische Emphase auf die Schlichtheit der menschlichen Stimme.
Mit dem Ballettabend »Lobgesang« setzt Mario Schröder die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Chor der Oper Leipzig nun mit einem zentralen Werk der Leipziger Chorliteratur fort.

Premiere 06. Februar 2016, Opernhaus
Aufführungen 19. Feb. 2016 / 27. Feb. 2016 / 08. Apr. 2016 / 17. Jun. 2016 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vor­stellungsbeginn und Publikumsgespräch danach, außer Premiere)

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