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Musikalische Komödie

Donnerstag 25.03.2021 | 19:30 Uhr | Musikalische Komödie

Jazz in der Musikalischen Komödie

Herzenslieder | Uschi Brüning (Gesang) & Stephan König (Klavier)

Beschreibung

Die Lieder, die Uschi Brüning und Stephan König seit vielen Jahren nicht mehr loslassen, nennen sie „Herzenslieder“. Von „Als ich fortging“ über „September“ bis zu „Am Fenster“ interpretieren sie neu – intim und kammermusikalisch, auf das Wesentliche reduziert. Ein Abend der Emotionen, die zu Herzen gehen.

Rezension Leipziger Volkszeitung MTL, 17.09.2018
Uschi Brüning begeistert in Grimma - Auftritt mit Stephan König beim 32. Augustiner-Konzert
Von Beate Bahnert

Schon der Name sorgte für ein ausverkauftes Haus: Zum 32. Augustinerkonzert im Gymnasium St. Augustin am Freitag brachte Stephan König Uschi Brüning nach Grimma. Mit ihrem Hit „Dein Name“ der jetzt zärtlich klang und nicht hymnisch wie 1972, begann sie, und schon flogen den beiden Künstlern die Herzen zu. Brüning und König wurden 2017 vom MDR angesprochen, „Am Fenster“ aufzunehmen.
Begeisterte Rufe aus dem Publikum
Seitdem interpretieren sie bekannte Lieder auf intime, reduzierte Weise. Die Zuhörer sind ebenso wie die beiden Künstler mit Liedern wie „Am Abend mancher Tage“ (Lift), „Über sieben Brücken“ (Karat) oder „Als ich fortging“ (Dirk Michaelis) aufgewachsen, das Publikum lauschte andächtig, danach erklangen begeisterte Rufe. Die Stimme der Sängerin ist immer noch jung, Thema ist immer noch und wieder neu die Liebe. Mit fortgeschrittenem Alter verstehen die Zuhörer immer besser, dass die Grande Dame des Jazz und Soul besonders die träumerischen Töne liebt. Vertonte Texte von Eva Strittmatter passen zur Melancholie der Jahreszeit („September“) oder gehen in ihrer Aktualität besonders zu Herzen: „Wir alle haben viel verloren. / Täusche dich nicht: Auch ich und du. / Weltoffen wurden wir geboren. / Jetzt halten wir die Türen zu.“ Und mit Brünings Stimme und Stephan Königs einfühlsamem Spiel ist auch Manfred Krug vor dem inneren Ohr zu hören, „Die Nacht ist um“, dessen Tod 2016 die Duettpartnerin als Solistin zurückließ.

Noch mehr Virtuosität
Nach der Pause steigerten sich die beiden Künstler sogar noch in Leidenschaft und Virtuosität wie auch in Empfindsamkeit und Innigkeit. (Kaum zu glauben, wo doch schon der erste Teil nichts zu wünschen übrig ließ.) Nach „Wenn du gehst“ (Udo Lindenberg) und „Nach Süden“ (Lift) verlangte das Publikum mit minutenlangem rhythmischen Beifall natürlich Zugaben. Nach „Die letzte Distel des Jahres“ erklang noch einmal „Dein Name“ - diesmal strahlend und leidenschaftlich. Ein wunderbarer Abend voller Emotionen mit einem Künstler- und Freundespaar, das Weltklasse mit Bescheidenheit verbindet.