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Leipziger Jazztage

»Transitions« | 44. Leipziger Jazztage 15. – 24. Oktober 2020

Ticket information

Description

Philipp Schiepek »Meadows and Mirrors« 
BMW Welt Young Artist Jazz Award 
Philipp Schiepek – Gitarre Jason Seizer – Saxofon Matthias Pichler – Bass Fabian Arends – Schlagzeug 

Eve Risser Solo 
Eve Risser – Präpariertes Klavier 

JAPANIC 
Johannes Fink – Kontrabass DJIIIVibe – Turntabels, Elektronik Aki Takase – Piano Daniel Erdmann – Saxofon Dag Magnus Narvesen – Schlagzeug 

 

Der in München lebende Gitarrist Philipp Schiepek begab sich während der Zeit des Lockdowns zurück an den Ort seiner Heimat. Inspiriert von Ruhe, Einsamkeit und dem schnellen Ziehen der Wolken entstand dort sein neues Programm »Meadows and Mirrors«. Mit ihm auf der Bühne steht Jason Seizer. Die Wertschätzung von vermeintlichen Kleinigkeiten und die Liebe zum Detail verbindet die beiden Musiker. Nach erstem musikalischen Kennenlernen und dem Erkennen dieser Gemeinsamkeiten, war schnell die Idee zur Zusammenarbeit entstanden. Matthias Pichler und Fabian Arends, zwei der vielbeschäftigtsten Musiker der deutschen undinternationalen Jazz-Szene interpretieren das Programm und setzen eigene Impulse. 

Ob mit dem Orchestre National de Jazz oder dem Umlaut-Kollektiv – Eve Risser lotet die Grenzen des Jazz immer wieder neu aus. Die Flötistin und Pianistin erforscht mit jedem Projekt neue Horizonte und modelliert ihr musikalisches Material mit souveräner Kreativität. Stets auf der Suche nach neuen Klängen, wurde Risser im Inneren ihres Klaviers fündig. Systematisch katalogisiert sie die Klangnuancen, die sich erzielen lassen, wenn man verschiedene Gegenstände, kleine Motoren oder Magnete, Platten, Schalen, Hohlkörper, Bälle, Perlen oder Kissen, auf die Saiten des Instruments legt. Oder wenn sie diese mit den Fingern, einem Klöppel, einer Bürste oder anderen Gegenständen anschlägt oder zupft oder streicht. Auf diese Weise hat Risser für sich ein eigenes Instrument geschaffen, ein erweitertes Klavier, das ihrem Spiel eine orchestral erweiterte Dimension erschließt. 

Die in Japan geborene und seit 1987 in Berlin lebende Pianistin Aki Takase ist eine der herausragendsten und prägendsten Figuren des zeitgenössischen Jazz. Immer wieder widmet sie sich neuen Projekten und Musiker*innen, die ein ähnlich offenes Verständnis von Musik haben wie sie. In früheren Projekten hat sie Exkursionen an die Grenzen zwischen Jazz und Neuer Musik, Tanz und elektronischer Musik gemacht. »Thema Prima«, aufgenommen 2018 in Budapest zur Feier Takases 70. Geburtstag, enthält ausschließlich ihre eigenen Kompositionen. Zusammen mit ihrem deutsch-norwegischen Quartett jünger Generation, bringt Takase eingängige Hooks und Freefall-Improvisationen auf die Bühne – ein Jazzgebräu, welches um seine berauschende Wirkung weiß.