Oper

Kurz erklärt: Bühnenbildmodell

Was ist ein Bühnenbildmodell und wozu braucht man es?

von Nele Winter Wednesday 04.09.2019
Das Bühnenbildmodell zu »Tristan und Isolde« entworfen von Étienne Pluss

Eine wichtige Miniatur

Ein Bühnenbildmodell wird schon lange vor Probenbeginn von der Bühnenbildnerin oder dem Bühnenbildner bzw. seiner Assistenz angefertigt. Maßstabsgetreu wird darin das Bühnenbild dreidimensional aber verkleinert dargestellt, quasi wie bei einem Puppenhaus. Darüber hinaus können auch Szenenwechsel und Aspekte der Beleuchtung simuliert werden. Das Modell ist hilfreich, damit die beteiligten Künstlerinnen und Künstler einen plastischen Eindruck des Bühnenraums bekommen, in dem sie sich bewegen sollen. Zudem dient es als Arbeitsvorlage für die Theaterwerkstätten, die die Bühnenbildteile herstellen. Auf der Grundlage des Modells wird dann auch die Probebühne eingerichtet, bei der die wichtigen Bestandteile markiert werden, was die Probenarbeit enorm erleichtert.

Das »Tristan«-Modell von vorne betrachtet
Das »Tristan«-Modell von vorne betrachtet

Das Bühnenbild zu »Tristan und Isolde« in der Inszenierung von Enrico Lübbe können Sie übrigens ab dem 5. Oktober 2019 in voller Größe bei uns an der Oper Leipzig bewundern. Lübbe und sein Bühnenbildner Étienne Pluss verwenden die Drehbühne und kreieren darauf Räume, die u.a. an ein verlassenes Schiffswrack erinnern. Durch Licht und Video werden diese auf ganz unterschiedliche Art zum Leben erweckt.