Oper

»Ein tschechischer Sommernachtstraum«

Probenstart zu »Die verkaufte Braut«

von Nele Winter Monday 06.05.2019
Figurinen von Sarah Mittenbühler

Fantasievolle Kostüme

Heute begannen die Proben zu Bedřich Smetanas Singspiel »Die verkaufte Braut«. Bei der Konzeptionsprobe stellte das Regieteam den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein Konzept vor. Dabei sind der Regisseur Christian von Götz, der an der Oper Leipzig bereits den »Freischütz« inszenierte, der Bühnenbildner Dieter Richter, der am Haus vor allem für seine Zusammenarbeit mit Dietrich Hilsdorf (u.a. »Die Entführung aus dem Serail«, »Nabucco«) bekannt ist, Chefdramaturg Dr. Christian Geltinger sowie als neues Gesicht Sarah Mittenbühler, deren fantasievolle Kostümentwürfe bei vielen spontan helle Begeisterung hervorriefen. Die Kostüme orientieren sich an tschechischen Trachten, sind aber surreal und bedienen somit keinen idyllischen Dorf-Realismus.

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Impressionen von der Konzeptionsprobe

Lautlose Drehungen

Dieter Richter bedient sich für sein Bühnenbild der Drehbühne. Diese verwendet er bei seinen Arbeiten für die Oper Leipzig sehr gerne, da es sich hier um eine echte Drehbühne handelt und nicht, wie oft an anderen Häusern, um eine bloße Drehscheibe. Er erklärt, dass diese es möglich mache, beinahe lautlose und sehr präzise Drehungen zu erzeugen. Auf dieser Drehbühne kreiert er kleine und größere Räume, die zwar Schauplatz für intimere Momente sein können, gleichzeitig aber für die anderen Figuren einsehbar sind. Eine Privatsphäre ist in dieser Welt kaum möglich.

Eine echte Sommeroper

Christian von Götz berichtet, wie sehr ihm das Stück am Herzen liegt und dass er froh ist, es inszenieren zu dürfen: »Ich inszeniere nur noch Stücke, die mich glücklich machen«. Dass das bei der »Verkauften Braut« der Fall ist, merkt man an der großen Begeisterung, mit der er von seinem Konzept erzählt.

Ich bin gespannt auf das Ergebnis und freue mich auf die Premiere am 15. Juni 2019.

Für mich riecht »Die verkaufte Braut« nach Sommer. Deshalb inszeniere ich sie als einen tschechischen »Sommernachtstraum«.

Christan von Götz