Oper

Mittwoch 29.06.2022 | 11:00 Uhr | Konzertfoyer Opernhaus

Zur Wagner-Rezeptionsgeschichte

Symposium // Für Inhaber der Wagner 22-Card kostenlose Karten an der Kasse

Beschreibung

Die Auseinandersetzung mit unserem kulturellen Erbe führt unweigerlich zu Widersprüchen, die uns zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit unserem kulturellen Erbe verpflichten. In Kunst und Literatur betrifft das insbesondere die Vereinbarkeit des Kunstwerks mit den weltanschaulichen Positionen des Künstlers, wie das bei Richard Wagner der Fall ist. Ein verantwortungsbewusster Umgang ist weder die Verdrängung des kulturellen Erbes noch die Vertuschung von problematischen Aspekten im Werk oder in der Persönlichkeit der Künstler.

In Leipzig wird diese Auseinandersetzung in zweifacher Art und Weise lokal geführt. Das Institut für Musikwissenschaft setzt sich in Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband in einer mehrtägigen Tagung mit den Verbindungslinien von Richard Wagner und seinem jüdischen Antipoden Felix Mendelssohn-Bartholdy auseinander. Die Oper Leipzig widmet ein Symposium der Rezeptionsgeschichte Richard Wagners in Leipzig. Schwerpunkte bilden die frühen Jahre der Wagner-Rezeption im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert (Prof. Helmut Loos), der Geist der Erneuerung in der Weimarer Republik und die darauf folgende politische Instrumentalisierung Richard Wagnersim Nationalsozialismus (Dr. Christian Geltinger) sowie die teilweise ideologisch gefärbte Aufführungsgeschichte in der DDR (Dr. Hella Bartnig).