© Kirsten Nijhof
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Oper

Sonntag 13.01.2019 | 18:00 Uhr | Opernhaus

Salome

Richard Strauss

Stückinfos

Musikdrama in einem Aufzug | Text vom Komponisten nach Oscar Wildes Drama »Salome« (1891) in deutscher Übersetzung (1903) von Hedwig Lachmann | In deutscher Sprache mit Übertiteln | Spieldauer ca. 1 3/4 Stunden | Keine Pause

Beschreibung

Uraufgeführt im Jahre 1905, bildet der Geniestreich »Salome« den Auftakt zu Richard Strauss’ großen Opernerfolgen. Nach Oscar Wildes aufsehenerregender Tragödie komponierte er ein Musikdrama voller entfesselter Leidenschaft, dessen weltweiten Sensationserfolg auch die Aufführungsverbote prüder Zensoren nicht verhindern konnten. Einen der skandalträchtigsten Stoffe der Jahrhundertwende, der ursprünglich auf einer Geschichte aus dem Neuen Testament basiert, hat Strauss zu einem musikalischen Porträt des Unbewussten geformt, das den Widerstreit zwischen Sinnlichkeit und Askese, Rausch und Einsamkeit, Macht und Eros thematisiert.

Die judäische Prinzessin Salome lebt am dekadenten Hof ihrer Mutter Herodias und ihres Stiefvaters Herodes. Wie aus einer anderen Welt dringt die Stimme des asketischen Propheten Jochanaan zu ihr, den das Herrscherpaar gefangen hält. Ausgerechnet auf den Mann, dem die Versuchungen dieser Welt nichts anhaben können, projiziert Salome ihr sinnliches Verlangen. Als er sich voller Verachtung von ihr abwendet, reift in ihr ein Plan: Sie wird ihre Reize einsetzen, um, wenn schon nicht den Mann, so doch seinen abgeschlagenen Kopf zu gewinnen. Ihr Schlussmonolog, der eigentlich ein Dialog mit dem toten Haupt des Propheten ist, gerät zu einem großen ekstatischen und zugleich tragischen Liebesgesang: »Hättest du mich angesehn, Jochanaan, du hättest mich geliebt.«

Nie zuvor hat ein Komponist Begierde, Leidenschaft und Rache so aufregend in Musik umgesetzt. Mit neuartigen, aufreizenden Klangvisionen gießt Strauss den Gefühlssturm und die seelischen Abgründe der Titelfigur in schillernde Musik, welche die erotisch aufgeladene Atmosphäre von Salomes Schleiertanz genauso eindringlich einfängt wie das ernste Pathos von Jochanaans Anklagen – ein rauschender Tanz in den Abgrund, der bis heute nichts von seiner gleichermaßen faszinierenden wie verstörenden Kraft verloren hat.

Aufführungen 13. Jan.  / 24. Feb. / 27. Apr. 2019, Opernhaus (alle Vor­stellungen mit ­Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

Ulf Schirmer Musikalische Leitung
Aron Stiehl Inszenierung
rosalie Bühne, Kostüme
Michael Röger Licht
Elisabeth Kühne Dramaturgie
Karin Lovelius Herodias
Manuela Uhl Salome
Sandra Maxheimer Ein Page der Herodias
Christiane Döcker Ein Sklave
Michael Weinius Herodes
Tuomas Pursio Jochanaan
Patrick Vogel Narraboth
Rouwen Huther 1. Jude
Dan Karlström 3. Jude
Martin Petzold 4. Jude
Sejong Chang 5. Jude
Joshua Morris Ein Kappadozier
Julian Orlishausen 1. Nazarener
David Fischer 2. Nazarener
Randall Jakobsh 1. Soldat
Jean-Baptiste Mouret 2. Soldat