© Tom Schulze
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Oper

Premiere | Samstag 29.09.2018 | 19:00 Uhr | Opernhaus

La fanciulla del West

Das Mädchen aus dem Goldenen Westen

Giacomo Puccini

Stückinfos

Oper in drei Aufzügen | Text von Guelfo Civinini und Carlo Zangarini, nach dem Schauspiel »The Girl of the Golden West« (1905) von David Belasco | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln | Spieldauer ca. 2 3/4 Stunden | Eine Pause

Beschreibung

Puccinis siebte Oper führt uns in ein einsames Goldgräbercamp im Wilden Westen – ein bis dato ungewöhnlicher Schauplatz für eine Oper! Das Zusammenleben in dieser rauen Männerwelt ist bestimmt von einer klaren Hackordnung unter Führung von ­Sheriff Jack Rance, der die Tristesse der Prärie mit Machtmissbrauch und Willkürherrschaft kompensiert. Die ­Suche nach dem Gold wird für die Männer zum Sinnbild für eine tiefe Sehnsucht, die unter der harten Schale des Arbeitsalltags liegt, für die Suche nach dem Sinn des menschlichen Daseins, fern der Heimat, fern der Familie. In dieser Welt verkörpert Minnie die Hoffnung auf ein anderes Leben. Für die Goldgräber ist Minnie ­Mutter, Schwester, sexuelle Projektionsfläche und reiner Engel zugleich. Als plötzlich ein Fremder in das Camp eindringt, gerät die Ordnung ins ­Wanken, ­zumal eine dunkle Vergangenheit auf ihm lastet und Minnie, die sich in ihn verliebt hat, öffentlich für ihn eintritt. Ist auch ihm das Recht auf eine zweite Chance und ein neues Leben mit Minnie vergönnt?

Mit seiner Goldgräberoper taucht Puccini – ähnlich wie zuvor mit »La Bohème« oder »Madama Butterfly« – in ein klar umrissenes Milieu ein, für das er ein spe­zifisches musikalisches Kolorit kreiert. Auf den ersten Blick erscheint es naheliegend, als Auftragswerk für die Metropolitan Opera New York eine »Westernoper« im Breitwandformat zu schreiben. Allerdings kommen hinter der romantischen Fassade der ins goldene Abendrot getauchten Cloudy Mountains die zentralen Fragen der menschlichen Existenz zum Vorschein.


Aufführungen 14. & 22. Dez. 2019 / 31. Jan. 2020, Opernhaus 

 

Ulf Schirmer Musikalische Leitung
Cusch Jung Inszenierung
Karin Fritz Bühne, Kostüme
Thomas Eitler-de Lint Choreinstudierung
Alexander Stessin Choreinstudierung
Christian Geltinger Dramaturgie
Meagan Miller Minnie
Christiane Döcker Wowkle
Simon Neal Jack Rance
Gaston Rivero Dick Johnson
Patrick Vogel Nick
Randall Jakobsh Ashby
Jonathan Michie Sonora
Matthew Peña Trin
Franz Xaver Schlecht Sid
Viktor Rud Bello
Tyler Clarke Harry
Sven Hjörleifsson Joe
Jakob Kunath Happy
Roland Schubert Larkens
Artur Mateusz Garbas Billy Jackrabbit
Sejong Chang Jake Wallace
Jean-Baptiste Mouret José Castro
Tae Hee Kwon Ein Postillon