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Die verkaufte Braut

Berich Smetana

Vorstellung 15.06.2019  |  Komisches Singspiel in drei Akten | Text von Karel Sabina | Deutsch von Max Kalbeck | In deutscher Sprache mit Übertiteln

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Marie soll unter der fachkundigen Mitwirkung des Hei­ratsvermittlers Kezal mit Wenzel, dem Sohn des Groß­grundbesitzers Micha, verheiratet werden. Sie liebt ­jedoch Hans, der sich vor Jahren aus der dörfli­chen Enge verabschiedet hat und nun inkognito ­wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Um Maries Verheiratung mit Wenzel zu verhindern, schlägt Hans dem Heiratsvermittler einen Deal vor. Er verzichtet gegen ein beträchtliches Sümmchen Geld auf seine Marie unter der Bedingung, dass diese aus­schließlich den Sohn Michas heiraten dürfe. Denn auch Hans entpuppt sich als ein Sohn des Großgrund­besitzers.

Nicht ohne Grund hat der Komponist des bekannten Orchesterstücks »Die Moldau« seinen ­gesamten ­Orchesterzyklus »Mein Vaterland« genannt. Auch »Die verkaufte Braut« führt uns in seine Heimat und auch dieses Werk enthält mit dem Tanz der Komö­dianten eines der berühmtesten Orchesterstücke des Komponisten. Das 19. Jahrhundert sah in dem ko­mischen Singspiel die »Nationaloper« ­schlechthin, in deren Musik sich die »böhmische Volksseele« ­ausdrückt, Kategorien, die heute überholt anmuten. Vor diesem Hintergrund wirkt Smetanas »Verkaufte Braut« eher wie eine nostalgische Zeitreise in die Zeit der arrangierten Ehen. Sein Blick richtet sich ­weniger auf die große Nation als vielmehr auf den Mikro­kosmos der dörflichen Welt, die zwar nach ihren eigenen ­Gesetzmäßigkeiten funktioniert, in der aber doch stets das Menschliche siegt.

Premiere 15. Jun. 2019, Opernhaus
Aufführungen 23. & 30. Jun. 2019 (alle ­Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

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