© Tom Schulze
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Oper

Premiere | Samstag 17.04.2021 | 18:00 Uhr | Opernhaus

Der Ring an einem Abend (gestreamt)

Beschreibung

Man muss sich entscheiden zwischen Liebe und Macht. Auf diese schlichte Formel lässt sich die Quintessenz aus Wagners monumentaler Mythentetralogie »Der Ring des Nibelungen« auf den Punkt bringen: »Nur wer der Minne Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt, nur der erzielt sich den Zauber, zum Reif zu zwingen das Gold«, so die mahnenden Worte der Rheintochter Woglinde, mit denen das unheilvolle Schicksal des aus dem Gold des Rheines geschmiedeten Rings seinen Lauf nimmt. Der Komponist, der dafür bekannt ist, seinen in weihevoller Andacht erstarrenden Zuhörern eine gehörige Portion Sitzfleisch abzuverlangen, benötigt zur musiktheatralen Ausführung dieser Idee eine epische Breite von nicht weniger als vierzehneinhalb Stunden, Temposchwankungen der einzelnen Dirigate nicht eingerechnet, was insbesondere Operneinsteiger dazu veranlasst, einen Bogen um die Musikdramen Richard Wagners zu machen. Zumal Kürzungen in den Werken des Bayreuther Meisters, so zumindest die allgemeine Auffassung unter Wagnerianern, als absolutes Sakrileg zu ahnden sind, es sei denn man heißt Loriot.

Es verwundert kaum, dass der distinguierte Grandseigneur des feinen Humors, der selbstironische Bildungsbürger und kongeniale Sprachakrobat mit der sensiblen Beobachtungsgabe, die Absurditäten des scheinbar Vertrauten freizulegen, zwangsläufig bei Richard Wagner landete. Die Selbstinszenierung des Hüters von Wahnfried, der Nimbus um seine Person, das theatrale Inventar von selbstverliebten Göttern, plumpen Riesen und komplexbehafteten Zwergen sowie das im Rhythmus des Stabreims dahin mäandernde »Wagala weia! Wallala weiala weia« der Rheintöchter entbehrt bei nüchterner Betrachtung nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik. Es zählt aber auch zu den großen Qualitäten des Humors eines Loriot, seinen Gegenstand nie zu desavouieren, so dass die Behandlung eines Stoffs durch Vicco von Bülow immer einer Adelung gleichkommt. Und so ist dem Musikliebhaber Vicco von Bülow mit seinem »Ring an einem Abend« eine Version von Richard Wagners Tetralogie gelungen, die an Hand der entscheidenden theatralen Schlüsselstellen und musikalischen Höhepunkte die Geschichte des sagenumwobenen Rings so erzählt, dass Einsteiger wie Kenner ihre Freude daran haben werden.

Bitte beachten Sie: Im ständigen Ausstausch mit dem Gesundheitsamt der Stadt Leipzig passen wir unsere Konzepte (Zugang zu den Spielstätten, Stücklänge, Hygienekonzept) an die sich ändernden Bedingungen an. Diese sind dann zeitnah online unter www.oper-leipzig.de/de/hygienekonzept abzurufen.

Ulf Schirmer
Ulf Schirmer Musikalische Leitung
Axel Bulthaupt
Axel Bulthaupt Sprecher
Olga Jelínková
Olga Jelínková Woglinde
Sandra Maxheimer
Sandra Maxheimer Wellgunde
Sandra Janke
Sandra Janke Flosshilde
Karin Lovelius
Karin Lovelius Fricka
Tuomas Pursio
Tuomas Pursio Wotan Rheingold
Thomas Mohr
Thomas Mohr Loge
Kay Stiefermann
Kay Stiefermann Alberich
Elisabet Strid
Elisabet Strid Sieglinde
Magnus Vigilius
Magnus Vigilius Siegmund
Iain Paterson
Iain Paterson Wotan Walküre
Lise Lindstrom
Lise Lindstrom Brünnhilde Walküre
Ines Lex
Ines Lex Gerhilde
Magdalena Hinterdobler
Magdalena Hinterdobler Ortlinde
Sylvia Rena Ziegler
Sylvia Rena Ziegler Waltraute
Sandra Janke
Sandra Janke Schwertleite
Jessey-Joy Spronk
Jessey-Joy Spronk Helmwiege
Sandra Maxheimer
Sandra Maxheimer Siegrune
Marta Herman
Marta Herman Grimgerde
Christiane Döcker
Christiane Döcker Rossweisse
Michael Weinius
Michael Weinius Siegfried
Iain Paterson
Iain Paterson Wanderer
Dan Karlström
Dan Karlström Mime
Daniela Köhler
Daniela Köhler Brünnhilde Siegfried
Sebastian Pilgrim
Sebastian Pilgrim Hagen
Tuomas Pursio
Tuomas Pursio Gunther
Magdalena Hinterdobler
Magdalena Hinterdobler Gutrune
Jonathan Stoughton
Jonathan Stoughton Siegfried Götterdämmerung
Iréne Theorin
Iréne Theorin Brünnhilde Götterdämmerung