Leipziger Ballett

Wer ist eigentlich...

Jeroen Verbruggen? Der Choreograf kurz vorgestellt.

von Nele Winter Dienstag 08.10.2019
Der belgische Choreograf Jeroen Verbuggen
 »Ich bin immer ein Stück weit Kind geblieben«, sagt der belgische Choreograf Jeroen Verbruggen über sich selbst. Und das spiegelt sich in seinen choreografischen Arbeiten wider. Märchenhaft, fantasievoll, unkonventionell und immer auch ein bisschen verrückt – so könnte man seine Werke wohl am besten beschreiben.

Es war einmal im Traum

Diesen Ansatz verfolgt er auch bei seiner neusten Arbeit »Dornröschen – Once Upon a Dream«, an der er bereits seit einigen Wochen intensiv mit dem Leipziger Ballett probt. Nicht nur die bekannten Märchenfassungen von Perrault und den Brüdern Grimm dienten ihm dabei als Inspirationsquelle. Auch die Verfilmungen des Stoffes, u.a. der Zeichentrickfilm von 1959 oder der neuere »Malificent – Die dunkle Fee« von Walt Disney beeinflussten seine Neuinterpretation des Ballettklassikers von Tschaikowski. Einen erfolgreichen »Nussknacker« kreierte Verbruggen bereits 2015 für das Ballet du Grand Théâtre de Genève.

Vom Tänzer zum Choreografen

Vor seiner Karriere als Choreograf war er viele Jahre selbst als Tänzer aktiv, u.a. bei Les Ballets de Monte-Carlo. Dort tanzte er teilweise große Solopartien, u.a. in Stücken von Balanchine, Forsythe, Cherkaoui, Greco, Ekman, Johansson, Béjart, Inger und Kylián. Auf die Frage, wer ihn besonders geprägt hat, möchte Verbruggen sich nicht auf einen oder wenige Choreografen festlegen. Er sagt, es sei die Gesamtheit der verschiedenen Erfahrungen, die ihn besonders bereichert haben und die er stets wie einen Rucksack mit sich herumträgt. Eine intensive Zusammenarbeit verband und verbindet ihn aber mit Marco Goecke.

Zwischen Tradition und Avantgarde

Tanzen und Choreografieren waren für den Künstler schon immer eng miteinander verbunden. So hat er den Übergang vom Tänzer zum Choreografen als ganz natürlichen Schritt empfunden. Seit 2014 widmet er sich ganz seiner Tätigkeit als freischaffender Choreograf und ist international gefragt. Seine künstlerische Handschrift bewegt sich dabei oft im Spannungsfeld zwischen (Neo-)Klassik und Avantgarde, Tradition und Neuem. Privat entspannt Verbruggen gerne ganz gemütlich zuhause – für ihn ein schöner Ausgleich zum oftmals stressigen Choreografendasein und den damit verbundenen Reisen. Darüber hinaus gilt sein Interesse aber auch ganz besonders der Fotografie.
None
Erste Impressionen der Proben zu »Dornröschen – Once Upon a Dream« © Ida Zenna

November 2019

Dezember 2019

Januar 2020

März 2020

April 2020

Mai 2020