Es liegt eine Leichtigkeit über dieser Inszenierung, die sich wohltuend abhebt vom gewohnten Freimaurer-Pathos. Nürnberger respektiert den Umstand, dass Mozart und Schikaneder ‚ Die Zauberflöte’ konsequent auf Erfolg anlegten – nicht auf Weltendeutung. […]. Ein solch kulinarisches Bildertheater steht dem Haus am Augustusplatz gut zu Gesicht.
Leipziger Volkszeitung, 11. Oktober 2004
Überwältigende Farbigkeit kam da märchenhaft von der Szene, die lebendig wurde mit einem hervorragenden Solistenensemble. […] Eine interessante Inszenierung entstand, ein theatralisches Spektakel von faszinierender Bildhaftigkeit und musikalisch erfüllter, bewegender Ausdruckskraft der Solisten, der Chöre und des Orchesters.
Das Orchester, 13. Oktober 2005
Aida
Zwei Frauen und ein Mann. Zwischen Aida und Amneris steht Radames. Der ägyptische Feldherr soll als Lohn für seinen Sieg gegen die Äthiopier die Königstochter Amneris zur Frau erhalten, liebt jedoch die als Sklavin gehaltene Tochter des feindlichen Königs. Die drei Liebenden werden zerrieben von den staatspolitischen Ansprüchen ihrer verfeindeten Heimatländer. Radames lässt sich ein militärisches Geheimnis entlocken und wird zum Tode verurteilt. Die Titelheldin schließlich folgt ihm in den Tod. Gemeinsam lassen sie Amneris an ihrem Abschied teilhaben. Dann aber lösen sie sich und gehen, da ihnen irdische Glückseligkeit nicht beschieden ist, einer anderen Welt entgegen.
Peter Konwitschnys Interpretation befreit „Aida“ von ihrem Image als Fest- und Spektakeloper. Weder Pharaonenpomp noch Statistenheere und Styroporpyramiden verstellen den Blick aufs Wesentliche. Für die Oper Leipzig studiert Peter Konwitschny Verdis Oper neu ein.
Musikalische Leitung Axel Kober | Inszenierung Peter Konwitschny | Bühne Jörg Kossdorff | Kostüme Michaela Mayer-Michnay | Choreinstudierung Sören Eckhoff
König James Moellenhoff | Amneris Natascha Petrinsky | Aida Maida Hundeling (3.12., 7.12.) / Sylvie Valayre | Radames Carlo Ventre (1.11., 9.11., 16.11.) / Gustavo Porta (3.12., 7.12., 30.12.) | Ramfis Danilo Rigosa | Amonasro Paolo Gavanelli | Ein Bote Michael Chu | Priesterin Viktorija Kaminskaite / Ulrike Pichler-Steffen (16.11.) | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester

