Es liegt eine Leichtigkeit über dieser Inszenierung, die sich wohltuend abhebt vom gewohnten Freimaurer-Pathos. Nürnberger respektiert den Umstand, dass Mozart und Schikaneder ‚ Die Zauberflöte’ konsequent auf Erfolg anlegten – nicht auf Weltendeutung. […]. Ein solch kulinarisches Bildertheater steht dem Haus am Augustusplatz gut zu Gesicht.
Leipziger Volkszeitung, 11. Oktober 2004
Überwältigende Farbigkeit kam da märchenhaft von der Szene, die lebendig wurde mit einem hervorragenden Solistenensemble. […] Eine interessante Inszenierung entstand, ein theatralisches Spektakel von faszinierender Bildhaftigkeit und musikalisch erfüllter, bewegender Ausdruckskraft der Solisten, der Chöre und des Orchesters.
Das Orchester, 13. Oktober 2005
Strawinsky-Projekt II
Fireworks | Agon | Les Noces | Petruschka
FIREWORKS: Ouvertüre
AGON: Ballett für zwölf Tänzer
LES NOCES: Russische Tanzszenen mit Gesang und Musik vier Bildern | Libretto von Igor Strawinsky
PETRUSCHKA: Burleske Szenen in vier Bildern |
Libretto von Igor Strawinsky und Alexandre Benois
Das Leipziger Ballett präsentiert in seinem zweiten Strawinsky-Abend drei ganz unterschiedliche Wege, die Musik Strawinskys tänzerisch umzusetzen. „Petruschka“, die Geschichte einer russischen Puppenfigur, die sich unsterblich in eine Ballerina verliebt, ist als Handlungsballett angelegt. Paul Chalmers Choreografie in der Tradition von Michail Fokin führt uns zurück in die Uraufführungszeit des „Ballets Russes“, der legendären Kompanie Sergej Diaghilews, für die Strawinsky seine ersten und wichtigsten Musiken komponierte. „Agon“ dagegen markiert den Endpunkt der individuellen Entwicklung des Ballettkomponisten Strawinsky. In diesem Ballett aus dem Jahr 1957 kommt einmal mehr zum Ausdruck, dass George Balanchine, der durch die Gründung des New York City Ballets wesentlich zur Verbreitung des russischen Balletts in den USA beigetragen hat, zu Recht noch immer als einer der bedeutendsten Choreografen des 20. Jahrhunderts gilt. Die dritte Choreografie führt uns mit Mauro Bigonzettis Version von „Les Noces“ in die Gegenwart. Bigonzetti, Direktor Italiens führender Tanzkompanie Aterballetto, zeigt darin die Rebellion der Liebe gegen die starren Regeln der Gesellschaft.
FIREWORKS (Feu d’artifice): Ouvertüre
AGON: Choreographie George Balanchine
LES NOCES: Choreographie Mauro Bigonzetti | Bühne Fabrizio Montecchi | Kostüme Kristopher Millar, Lois Swandale | Licht Carlo Cerri | Einstudierung Sveva Berti
PETRUSCHKA: Choreographie, Inszenierung Paul Chalmer in der Tradition von Michail Fokin | Bühne, Kostüme in der Tradition von Alexandre Benois
Musikalische Leitung Axel Kober
Leipziger Ballett | Gewandhausorchester

