Es liegt eine Leichtigkeit über dieser Inszenierung, die sich wohltuend abhebt vom gewohnten Freimaurer-Pathos. Nürnberger respektiert den Umstand, dass Mozart und Schikaneder ‚ Die Zauberflöte’ konsequent auf Erfolg anlegten – nicht auf Weltendeutung. […]. Ein solch kulinarisches Bildertheater steht dem Haus am Augustusplatz gut zu Gesicht.
Leipziger Volkszeitung, 11. Oktober 2004
Überwältigende Farbigkeit kam da märchenhaft von der Szene, die lebendig wurde mit einem hervorragenden Solistenensemble. […] Eine interessante Inszenierung entstand, ein theatralisches Spektakel von faszinierender Bildhaftigkeit und musikalisch erfüllter, bewegender Ausdruckskraft der Solisten, der Chöre und des Orchesters.
Das Orchester, 13. Oktober 2005
Giselle
Gefördert von der Sparkasse Leipzig
„Giselle” gehört neben „Schwanensee”, „Dornröschen” und „Nussknacker” zu den berühmtesten und beliebtesten klassischen Balletten. 1841 in Paris uraufgeführt und 1884 von Marius Petipa in St. Petersburg neu choreographiert, ist es das romantische Ballett par excellence. Es führt uns in eine Welt, die überhaupt nur durch den Tanz angemessen dargestellt werden kann: das Reich der schwebenden Luftgeister. Der Inhalt geht zurück auf Heinrich Heine, der von der Sage der Wilis berichtet. Die Wilis sind Bräute, die vor der Hochzeit gestorben sind. Sie können deshalb nicht ruhig im Grab liegen. Um Mitternacht tanzen sie auf den Waldlichtungen. Der Mensch, der ihnen dann in die Hände fällt, muss mit ihnen tanzen bis ihn der Tod ereilt.
Das Bauernmädchen Giselle stirbt an enttäuschter Liebe zu Herzog Albrecht. Als Wilis wird Giselle von deren Königin Myrtha in den Kreis der Luftgeister aufgenommen und rettet den immer noch geliebten Albrecht vor den Wilis.
Choreographie, Inszenierung Paul Chalmer frei nach Jules Perrot und Marius Petipa | Bühne, Kostüme Benjamin Tyrrell | Lichtdesign Martin Gebhardt | Musikalische Leitung Andreas Schüller
Leipziger Ballett | Gewandhausorchester

