Es liegt eine Leichtigkeit über dieser Inszenierung, die sich wohltuend abhebt vom gewohnten Freimaurer-Pathos. Nürnberger respektiert den Umstand, dass Mozart und Schikaneder ‚ Die Zauberflöte’ konsequent auf Erfolg anlegten – nicht auf Weltendeutung. […]. Ein solch kulinarisches Bildertheater steht dem Haus am Augustusplatz gut zu Gesicht.
Leipziger Volkszeitung, 11. Oktober 2004
Überwältigende Farbigkeit kam da märchenhaft von der Szene, die lebendig wurde mit einem hervorragenden Solistenensemble. […] Eine interessante Inszenierung entstand, ein theatralisches Spektakel von faszinierender Bildhaftigkeit und musikalisch erfüllter, bewegender Ausdruckskraft der Solisten, der Chöre und des Orchesters.
Das Orchester, 13. Oktober 2005
Der Widerspenstigen Zähmung
Gefördert durch die Sparkasse Leipzig
Der reiche Edelmann Baptista hat Schwierigkeiten, seine kratzbürstige Tochter Katharina unter die Haube zu bringen. Alle Freier kommen wegen der jüngeren Schwester Bianca, aber die darf so lange nicht heiraten, wie die widerspenstige Katharina noch ohne Mann ist. Da kommt eines Tages Petrucchio und hält tatsächlich um Katharinas Hand an. Doch kaum ist die Ehe geschlossen, da entpuppt sich Petrucchio als rüpelhafter Kerl, der es darauf anlegt, Katharina die Widerspenstigkeit gründlich auszutreiben. John Crankos Ballett „Der Widerspenstigen Zähmung“ wurde schon bald nach der Uraufführung 1969 zu einem beliebten Klassiker. Cranko, der Meister des modernen Handlungsballettes hat die gleichnamige Komödie William Shakespeare in eine Choreographie voller Witz und Ironie verwandelt, mit feiner Charakterzeichnung und jeder Menge burlesker Situationskomik.
Choreographie, Inszenierung John Cranko | Einstudierung Georgette Tsinguirides | Bühne, Kostüme Elisabeth Dalton | Lichtdesign Stefan Seyrich | Musikalische Leitung Myron Romanul
Leipziger Ballett | Gewandhausorchester

