Es liegt eine Leichtigkeit über dieser Inszenierung, die sich wohltuend abhebt vom gewohnten Freimaurer-Pathos. Nürnberger respektiert den Umstand, dass Mozart und Schikaneder ‚ Die Zauberflöte’ konsequent auf Erfolg anlegten – nicht auf Weltendeutung. […]. Ein solch kulinarisches Bildertheater steht dem Haus am Augustusplatz gut zu Gesicht.
Leipziger Volkszeitung, 11. Oktober 2004
Überwältigende Farbigkeit kam da märchenhaft von der Szene, die lebendig wurde mit einem hervorragenden Solistenensemble. […] Eine interessante Inszenierung entstand, ein theatralisches Spektakel von faszinierender Bildhaftigkeit und musikalisch erfüllter, bewegender Ausdruckskraft der Solisten, der Chöre und des Orchesters.
Das Orchester, 13. Oktober 2005
Schwanensee
Odette wurde vom Zauberer Rotbart mit einem Fluch belegt: tagsüber führt sie das Dasein eines Schwans, nur nachts darf sie menschliche Gestalt annehmen. Die treue Liebe eines Menschen könnte sie erlösen. Prinz Siegfried verliebt sich in sie und möchte sie im Schloss als seine Braut vorstellen. Aber Siegfried wird von Rotbart getäuscht: ein schwarzer Schwan in Odettes Gestalt ringt Siegfried das Heiratsversprechen ab. Odette bleibt für Siegfried unerreichbar.
„Schwanensee” ist das zweifellos berühmteste klassische Ballett. Uraufgeführt 1877 am Bolschoi-Theater in Moskau, war es jedoch erst die Neuproduktion von Marius Petipa und Lew Iwanow 1895 mit dem Ballett des Mariinski-Theaters, die nach dem Tode von P. I. Tschaikowski den Weltruhm des Werkes begründete. Nach der Fassung von Petipa und Iwanow choreographierte und inszenierte Ballettdirektor Paul Chalmer „Schwanensee” 2005 in der Ausstattung von Pet Halmen.
Choreographie, Inszenierung Paul Chalmer nach Marius Petipa und Lew Iwanow | Bühne, Kostüme Pet Halmen | Musikalische Leitung Andreas Schüller
Leipziger Ballett | Gewandhausorchester

