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Zum Reformationsjubiläum

 

Reformationstag

In diesem Jahr jährt sich das geschichtsträchtige Ereignis der Reformation zum 500. Mal. Als Musik- und Universitätsstadt, aber auch als Stadt des Buchdrucks und der Theologie war Leipzig über die Jahrhunderte hinweg – von der Diskussion Luthers mit dem katholischen Theologen Johannes Eck bis hin zu den Montagsgebeten in der Nikolaikirche – ein Zentrum des Protestantismus. Auf unterschiedliche Art und Weise spiegelt sich dieses Jubiläum in der Programmatik der Oper Leipzig wieder.

Nach den Aufführungen zu Himmelfahrt und Kirchentag folgt im Juni mit »Das Biest kann schwimmen. An Luthers langer Tafel« die Uraufführung eines Kooperationsprojekts des Kinderchores mit der Jugendmusiziergruppe Michael Praetorius, das jungen Menschen die Figur Martin Luthers und seine Zeit näher bringen soll. Das Projekt ist im Oktober zum Renaissance-Festival nach Wittenberg eingeladen.

Bereits in der Spielzeit 2015/16 schuf Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder einen Ballettabend zu Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfoniekantate »Lobgesang«, die in der Thomaskirche zu Leipzig anlässlich der Vierhundertjahrfeier der Erfindung des Buchdrucks uraufgeführt wurde. An diesem Ort erklang auch Bachs »Johannes-Passion« zum ersten Mal. Im Herbst 2017 wird auch dieses Oratorium von Mario Schröder als choreografische Uraufführung neu interpretiert. Die Premiere von Giuseppe Verdis Oper »Don Carlo«, die in der geistlichen Strenge des spanischen Katholizismus angesiedelt ist, setzt im September 2017 einen bewussten Kontrapunkt zur Reformation.


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