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Turandot

Giacomo Puccini

Vorstellung 27.01.2018  |  Dramma lirico in drei Akten in der von Franco Alfano ergänzten Fassung | Text von Giuseppe Adami und Renato Simoni  |  In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln | Spieldauer ca. 2 1/2 Stunden | Eine Pause

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Das Kaiserreich ist in Lethargie erstarrt. Ursache ist Prinzessin Turandot, die sich durch ein selbst auferlegtes Gelübde jedem entzieht, der um sie wirbt. Nur wer ihre geheimnisvollen drei Rätsel zu lösen imstande ist, erhält ihre Hand. Wer fehlt, landet auf dem Schafott. Die Masse ist ebenso paralysiert von der geheimnisvollen Ausstrahlung der Prinzessin wie sensationslüstern nach der nächsten öffentlichen Hinrichtung. Wagemutig wirft ein unbekannter Prinz seinen Kopf in den Ring. Er ignoriert die Warnungen seines Vaters Timur, der gemeinsam mit der Sklavin Liù im Kaiserreich gefangen gehalten wird, und stellt sich der Herausforderung. Nachdem er die drei Rätsel gelöst hat, legt er erneut sein Leben in die Hände der Prinzessin und gibt ihr umgekehrt das Rätsel nach seinem Namen auf. Eine Nacht lang ist das ganze Volk in heller Aufregung, um den Namen des unbekannten Prinzen herauszufinden: »Nessun dorma (Keiner schlafe!)«.

Ausgerechnet der letzten Oper Puccinis, dessen Werke immer durch ganz konkrete Milieus
geprägt waren, liegt eine Märchenhandlung zugrunde. Hinter der Folie des Märchens zeichnet sich jedoch ein vollkommen neues Rollenbild ab. Stellvertretend für die Opernheldin des 19.  Jahrhunderts lässt Puccini die Sklavin Liù den freiwilligen Opfertod für den Mann sterben. Im entscheidenden Moment ist sie nicht bereit, den Namen des Prinzen zu verraten. Auf der anderen Seite erleben wir Turandot und Calaf nach den überstandenen Prüfungen als verwandelte Menschen. Vom Dunkel ins Licht, von der Nacht zum Tag, das ist die Metaphorik, die die Oper auch musikalisch durchzieht. Sie wechselt von düsterer Beklommenheit zu orgiastischer Emphase, von unterdrückter Sehnsucht nach Liebe zu überbordender Strahlkraft. Regie führt Balázs Kovalik, der im Juni 2014 mit seiner Produktion von Richard Strauss’ »Frau ohne Schatten« für einen Sensationserfolg gesorgt hat.

Aufführungen 17. Dez. 2017 / 22. Dez. 2017 / 27. Jan. 2018 / 23. Jun. 2018, Opernhaus (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

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