Peter Konwitschny
geboren in Frankfurt/Main, aufgewachsen in Leipzig. 1965-1970 Regiestudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. 1971-1979 Regieassistenz am Berliner Ensemble unter der Intendanz von Ruth Berghaus. Erste eigene Regiearbeiten im Schauspiel und in der Oper. Daneben Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen des In- und Auslands (Rostock, Berlin, Hamburg, Leipzig, Dresden, München, Graz, Zürich u.a.). Theatergeschichtliche Bedeutung seines konzeptionellen und strukturellen Neuansatzes der szenischen Interpretation Händelscher Opern. 1986-1990 Regisseur am Landestheater Halle. Seit 1985 an vielen deutschen Bühnen und im Ausland, seit 1990 freischaffend u.a. in Montepulciano, Kassel, Nürnberg, Basel, Graz, Paris, Wien, Barcelona, Kopenhagen, Amsterdam, Moskau, Tokio. Seine Interpretationen von „Parsifal“ und „Tristan und Isolde“ (Bayerische Staatsoper München), „Tannhäuser“ (Dresden), „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Hamburg), „Götterdämmerung“ (Stuttgart) sowie „Der fliegende Holländer“ (Bolschoi-Theater Moskau) eröffneten eine neue Phase der Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners. Ab 1998 Konzentration der Arbeit an der Hamburgischen Staatsoper zusammen mit Ingo Metzmacher, bis 2005 dort elf Inszenierungen. Wichtige Inszenierungen in letzter Zeit waren u.a. „Die Csárdásfürstin“ (Semperoper Dresden), „Intolleranza“ (Deutsche Oper Berlin), „Wozzeck“, „Der Freischütz“, „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, „Der Rosenkavalier“, „Lulu“, „Moses und Aron“, „Titus“ (alle in Hamburg), „Die Zauberflöte“ (Stuttgart), „Elektra“ (Kopenhagen), „Al gran sole“ (Hannover) sowie „Don Giovanni“, „Così fan tutte“, „Das Land des Lächelns“ (Komische Oper Berlin) und „Salome“ (Amsterdam) sowie „König Lear“ (Schauspielhaus Graz). Mehrfacher Preisträger (1988 Kunstpreis der DDR, 1993 Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste, 1997 Bundesverdienstkreuz, Berliner Theaterpreis 2005 als erster Opernregisseur, 2007 Internationaler Theaterpreis des ITI). Als bisher einziger Opernregisseur fünfmal „Regisseur des Jahres“ („Opernwelt“). Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig, der Sächsischen Akademie der Künste Dresden, der Freien Akademie der Künste Hamburg und der Berliner Akademie der Künste. In Leipzig Inszenierungen von Lortzings „Der Waffenschmied“ (1986), Puccinis „La Bohème“ (1991), „Herzog Blaubarts Burg“ (Bartók) und „Erwartung“ (Schönberg) (1992), Tschaikowskis „Eugen Onegin“ (1995) und Jörg Herchets „Abraum“ (UA 1997). 2006/07 und 2007/08 Wiederaufnahme von „La Bohème“. Ab 2008/09 Chefregisseur der Oper Leipzig mit den Inszenierungen „Pierrot lunaire“, „Aida“ und „Ich habe genug“ im Bach-Jelinek-Projekt (Kellertheater). 2009/10 „Unter der großen Sonne von Liebe beladen“, „Lohengrin“, „Alkestis“, Bach-Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“, BWV 60 (Kellertheater). 2010/11 neu an der Oper Leipzig: „Iphigenie in Aulis“, „Così fan tutte“, „Elektra“.


